Auch wenn die Feuerwehren Großteils zu technischen Einsätze, wie etwa Verkehrsunfällen oder Einsätzen nach Hochwasser, Sturm- und Schneebruch gerufen werden, sind Brandeinsätze immer wieder Thema!

So auch bei uns! Glücklicherweise sind die besonders gefährdeten Gebäude und Anlagen in Arnfels mit automatischen Brandmeldeanlagen ausgestattet, sodass Brände oder Rauchentwicklungen schon in der Entstehungsphase erkannt und gemeldet werden.

Am Montag, dem 15. Juli hieß es jedoch Rauchentwicklung in einem Mehrparteienhaus in der Remschnigger Straße. Eine am eingeschalteten E-Herd vergessene Speise verkohlte und führte zu einer enormen Rauchentwicklung. Glücklicherweise handelte es sich dabei um keine brennbare Flüssigkeit wie etwa Fett oder Speiseöl. Ebenfalls war die Bewohnerin zu diesem Zeitpunkt nicht zuhause, da Rauchgase zu einer tödlichen Gefahr werden können. Die Aufgabe der eigesetzten Feuerwehren Arnfels, Maltschach und Leutschach beschränkte sich auf das Öffnen der Wohnung, Ausschalten des E-Herdes, das Enfernen der angebrannten Speise und dem Lüften der Räumlichkeiten.

Am Samstag, dem 03. August handelte es sich in Krast leider bei der vergessenen bzw. übersehenen Speise am E-Herd um Speiseöl. Nur wenige Minuten nach Verlassen der Küche stand das Öl in Vollbrand und verwüstete diese zur Gänze. Der Hausbesitzer, ein ehemaliger Feuerwehrmann der FF Arnfels konnte mit Mühe unter Einsatz von zwei Handfeuerlöschern ein Übergreifen der Flammen auf die Holzdecke verhindern. Mittels neu angeschaffener Wärmebildkamera war es Aufgabe des Atemschutztrupp Arnfels, mögliche Glutnester aufzuspüren. Mittels Hochdrucklüfter wurde die Wohnung vom Rauch befreit. Nachdem das Haus wieder rauchfrei war konnte vom zuständigen Einsatzleiter der Feuerwehr Oberhaag schlussendlich „Brand aus“ gegeben werden.

Der Einbau von Rauchmeldern bzw. Brandmeldern ist in der Steiermark bei Neubauten bereits seit einigen Jahren Pflicht. Eine Nachrüstung ist jedoch für jeden Haushalt sinnvoll. Schon günstige Rauchmelder von Baumärkten zum Preis von ca. € 15,- – 20,- - sie sind Batteriebetrieben und leicht zu installieren - können Ihr Leben retten!

Mit 10 Jung-Feuerwehrmänner bzw. –frauen hat der Mitgliederstand der Arnfelser Feuerwehrjugend einen seit Jahren nicht mehr da gewesenen Höchststand erreicht!
Es ist jedoch eine besondere Herausforderung, das Interesse der Jugend an der Feuerwehrarbeit nicht nur zu wecken sondern auch zu halten!
Aus diesem Grund wurde von Samstag, 03.08.2019 auf Sonntag beim Anwesen Fuchsbichler in Remschnigg ein Jugendzeltlager abgehalten wobei unsere Jugendlichen den ganzen Nachmittag bis in die Abendstunden verschiedenste Einsatzszenarien abzuarbeiten hatten.

Treffpunkt war um 12:30 beim Anwesen Fuchsbichler, wo es geplant war, die Zelte aufzubauen und sich einzurichten, bevor es gegen 14 Uhr mit den Übungen beginnen sollte!
DOCH, ein Einsatz rüttelte diesen Zeitplan kräftig durcheinander:
Sirenenalarm für die FF Arnfels. B05-Zimmerbrand in Krast
Unsere Jugend ließ sich von dieser „Störung“ nicht ablenken und begann mit leichter Unterstützung der zusätzlich anwesenden Erwachsenen mit dem Zeltaufbau.
Letztendlich konnte mit ca. eine ¾ Stunde Verspätung mit den Übungen begonnen werden:

1. Szenario: Eingeklemmte Person in einem PKW
Nach erfolgter Unterweisung und nach Anleitung durch HFM Herbert Smerecnig bestand die erste Aufgabe unsere Jugendlichen darin bei einem „verunfallten“ PKW eine Zugang zum Verletzten zu schaffen. Mittels hydraulischem Rettungssatz wurde zunächst eine Tür entfernt und letztendlich die verletzte Person mittels Schaufeltrage aus dem Fahrzeug gebracht.

2. Szenario: Aufgabe war es mittels Wärmebildkamera in einem stark verrauchten Raum (das Feuerwehrhaus Arnfels wurde mittels Rauchgerät mit Partyrauch verraucht) eine vermisste Person aufzufinden.

3. Szenario: Arbeiten mit dem Wasserwerfer! Zur Auflockerung wurde auf dem Boden der Wasserwerfer aufgebaut und die Wurfweite veranschaulicht!

PAUSE: diese drei Einsätze verlangten natürlich nach einer dementsprechenden Stärkung!!!
Mit Bratwürstel, dankenswerterweise kostenlos durch die Fleischerei Pinnitsch in Leutschach zu Verfügung gestellt, konnte es nach kurzer Verschnaufpause in den 2. Teil gehen.

4. Szenario: Binden von gefährlichen Flüssigkeiten. Ein mit Heizöl (in Wirklichkeit handelte es sich um mit Lebensmittelfarbe versetztes Wasser) beladener Transporter wurde undicht und drohte die Umwelt zu kontaminieren bzw. über die Abflüsse in die Pößnitz zu gelangen. Mittels Planen wurde eine Auffangwanne gebaut und die Kanaleingänge abgedichtet.

5. Szenario: Eingeklemmte Person unter Anhänger: Mittels Hubwinde war es Aufgabe eine Person (dabei handelte es sich um unseren vom ÖLRG zu Verfügung gestellten Dummy) welche unter unserem Ausschankanhänger eingeklemmt war zu retten.

6. Szenario: Brand in der Industriestraße in Arnfels. Ein am Vorplatz unseres neuen Feuerwehrhauses entstandenes Feuer musste mittels HD-Rohr und einem C-Rohr gelöscht werden. Mittels Wärmebildkamera wurde der Brand auf weitere Glutnester kontrolliert.
Schlussendlich wurde dieser anstrengende Übungstag mit gebratenen „Woaz“ beendet bevor es dann mehrmals hieß: NACHTRUHE!!!
Nach einem gemeinsamen Frühstück und dem Abbau der Zelte bzw. dem Aufräumen den Campingplatzes wurde das Zeltlager für beendet erklärt und die Jugendlichen ins Wochenende entlassen.

Ein besonderer Dank gilt hierbei im Speziellen der Familie Desiree und Christian Fuchsbichler für die Zurverfügungstellung des Campingplatzes, des Sanitäranlagen, etc. und der Gastfreundschaft!!
Ein besonderer Dank ebenfalls der Fleischerei Pinnitsch für die kostenlos zu Verfügung gestellten Bratwürstel!!!
Ebenfalls Danke natürlich an alle Beteiligten Feuerwehrkameraden und Helfer und im Besonderen unserem Herbert Smerecnig für die wahnsinnig toll ausgearbeiteten und vorbereiteten Übungen!!!!!!!!

 


 

Die letzte Woche war eine der, gezählt an Einsätzen, arbeitsintensivsten der letzten Jahre!

DIENSTAG 09:32 Uhr: Ein PKW hat sich nach dem Aussteigen der Fahrerin versperrt und ein Kleinkind war im Fahrzeug gefangen. Mithilfe von Herrn Oswald konnte das Fenster so weit geöffnet werden, dass das Aufsperren möglich wurde. Aus Sicherheitsgründen wurde zwischenzeitlich bereits eine Fensterscheibe von der FF Arnfels abgeklebt um diese möglichst splitterfrei einschlagen und das Kleinkind aus dem PKW retten zu können.

MITTWOCH 06:12 Uhr: Auf der Arnfelser Landesstraße L604 kam es auf Höhe Feldsiedlung zu einem Verkehrsunfall wobei das Fahrzeug von der Straße geriet und auf der steilen Böschung zu stehen kam. Aufgrund der ungünstigen Lage des Fahrzeuges, konnte eine Bergung mittels Seilwinde nicht durchgeführt werden, ohne dass weiterer Schaden am Fahrzeug zu befürchten gewesen wäre. Schlussendlich wurde der PKW vom ÖAMTC mittels Kran geborgen. 14:19 Uhr: BRANDMELDEALARM im Lehrlingshaus der Wirtschaftskammer Steiermark. Glücklicher Weise handelte es sich hier allerdings nur um einen technischen Defekt eines Melders und der Einsatz konnte nach Feststellung der Ursache rasch beendet werden!

DONNERSTAG 14:47 Uhr: Nächster Tag, nächster Einsatz: Eine PKW-Lenkerin geriet beim Wenden auf der Schlossbergstraße mit ihrem Auto von der Straße und es galt diesmal, dankenswerter Weise mit Hilfe der FF Maltschach eine Fahrzeugbergung durchzuführen. Leider war zu diesem Zeitpunkt kein einziger LKW-Fahrer der FF Arnfels verfügbar um mit schweren Gerät die Bergung des Fahrzeuges durchführen zu können.

FREITAG: Kein Einsatz!

SAMSTAG 09:30 Uhr: Während beim Feuerwehrhaus Arnfels eine Feuerlöscher Überprüfung und für Interessierte eine Entstehungsbrandbekämpfungsübung mittels Feuerlöscher durchgeführt wurde, wurde im Bereich Pronintsch eine Rauchwolke entdeckt. Ein Wirtschaftsgebäudebrand war naheliegend und die Feuerwehren Leutschach, Maltschach, Arnfels und St. Johann alarmiert! Dieser Verdacht stellte sich „Gott sei Dank“ als Fehlalarm heraus. Auf der Wiese oberhalb des Gehöfts Pronintsch, allerdings bereits auf slowenischem Staatsgebiet, wurde ein Holzhaufen bei nahezu 30 Grad Celsius und ausgetrocknetem Boden nahe einem Wald „kontrolliert“ abgebrannt!

SONNTAG 20:54 Uhr: Alarm für die FF Arnfels! Einsatzbefehl: Gefriertruhe in Brand in Oberhaag. Auch hier konnte glücklicherweise von der zuständigen Feuerwehr Oberhaag bei

unserem Eintreffen Brand aus gegeben werden, ein Eingreifen unsererseits war nicht mehr notwendig!

 

Mit dem Hoffen auf etwas ruhigere Zeiten in den nächsten Wochen,

Ihre Freiwillige Feuerwehr Arnfels!

Am 15.07.2019 um 10:20 Uhr wurde die Feuerwehr Arnfels mittels Sirenenalarmierung zu einem Brandeinsatz in die Reschniggstraße gerufen. Ebenfalls alarmiert wurden laut Alarmplan die Feuerwehren Maltschach und Leutschach. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte konnte starke Rauchentwicklung in einer Wohnung festgestellt werden. Da die Mieterin nicht zuhause war und es in weiterer Folge es keine Möglichkeit gab die Wohnung über die Eingangstüre mittels Ersatzschlüssel zu öffnen, wurde der Kippmechanismus beim südlich befindlichen Fenster durchtrennt und das Fenster aufgedrückt. In weiterer Folge steigen die Mitglieder der FF in die Wohnung ein und fanden einen etwa 20 cm großen, qualmenden Kochtopf am eingeschaltetem E-Herd vor. Sie entfernten diesen sofort aus der Wohnung, schalteten den Strom ab und begannen die Wohnung vom Rauch zu befreien. Durch das schnelle einschreiten der Feuerwehr konnten weitere Schäden zur Gänze verhindert werden.

Auch in diesem Jahr wurde der Florianisonntag in Arnfels mit dem traditionellen Kirchgang der Feuerwehren Maltschach und Arnfels gefeiert. Turnusgemäß wurde der Florianitag heuer von der Feuerwehr Maltschach veranstaltet. Begleitet wurde der Einzug der Wehren und der festliche Gottesdienst von unserer Marktmusikkapelle Arnfels. In der Predigt von Herrn Pfarrer Blasius Klug wurde auf das Leben des Hl. Florians eingegangen und seine Vorbildwirkung für die Gesellschaft hervorgehoben. Nach dem Gottesdienst gab es eine Agape mit frischem Weißbrot und Getränken- musikalisch umrahmt von der Marktmusikapelle. Leider konnte die Agape nicht wie üblich im schönen Pfarrhof stattfinden, sondern musste auf Grund des kalten und regnerischen Wetters in der Pfarrkirche durchgeführt werden.