Chronik

Im Jahre 1874 wurde auf Grund eines Aufrufes der K. u. K. Landesstatthalterei in Arnfels eine Freiwillige Feuerwehr gegründet und dem damaligen Verband "Steirischer Feuerwehr Gauverband" in Graz angegliedert.
Die Geschichte der "Feuerlösch- und Rettungsabteilung Arnfels" beginnt aber nicht erst im Jahre 1874, sondern reicht nachweisbar 60 bis 70 Jahre zurück. Es gab zwar zu dieser Zeit noch keine genauen Statuten und Dienstvorschriften wohl aber eine Vereinigung von Bürgern, welche geschlossen bei Brandkatastrophen und sonstigen Unglücksfällen freiwillig dem Nächsten Hilfe leistete.
Im Jahre 1803, so steht es in der Pfarrchronik geschrieben, musste die hiesige Feuerwehr bei einer Hochwasserkatastrophe große Rettungsarbeiten leisten, und im Jahre 1825 beim großen Marktbrand schwere Löscharbeit durchführen.
Auch in den folgenden Jahren wurden kleinere und größerer Brände gelöscht, und die Wehr wurde stets besser ausgerüstet, um so schlagkräftiger zu sein. 
Im Jahre 1857 wurde zu der bereits bestehenden "Feuerlöschrequisitenhütte" ein Zubau geplant, dann aber wieder verworfen und einige Jahre später wurde dann ein Steigturm beim alten Rüsthaus gebaut.
Bei der Gründung im Jahre 1874 besaß die Feuerwehr demnach schon ein Rüsthaus und einen Gerätestand von einer Handdruckspritze mit Pferdebespannung, 500m Druckschlauch und 30 Uniformen.
In den Jahren 1874 bis 1975 wurden von der Feuerwehr mit Unterstützung der Gemeinde sowie der gesamten Bevölkerung folgende Geräte und Bauten geschaffen:

3 Rüsthäuser mit Steigturm
2 Handdruckspritzen(1869 und 1880)
1 Einzylinder- Handruckspritze(1898)
1 Kernreutersche - Abprotzspitze
2 Mannschaftswagen mit Pferdebespannung
1 Rosenbauer Motorspritze(1927)
1 Fischer Motorspritze mit Anhänger(1944)
1 Fiat Rüstwagen
1 Löschwagen LF 15(1944)
1 Ford Canad Rüstwagen (nach 1945)
1 Landrover mit Anhänger, Tragkraftspritze (VW Rosenbauer Automatik) mit Funk
1 VW Rettungswagen(1972).

In diesen vergangenen 125 Jahren rückte die Freiwillige Feuerwehr Arnfels nachweisbar zu 158 Groß- und 373 Kleinbränden und ungezählten anderen  Einsätzen sowie unzählige technische Einsätzen aus.
Mit Stolz können wir sagen, dass die Freiwillige Feuerwehr mit Rücksicht auf die geographische Lage des Marktes, am Schnittpunkt dreier wichtigen Verkehrsadern voll einsatzbereit ist und auf Grund ihrer modernen Ausrüstung und guten Organisation raschest bei Unglücksfällen oder Brandkatastrophen helfend einschreiten kann.